Tattoos: Die richtige Pflege nach dem Stich

Nachbehandlung und Pflege sind in den ersten Tagen nach dem Stechen einer Tätowierung wichtig, um Infektionen, Narben und das Verblassen der Farbe zu vermeiden.
 

Tattoos sind Ausdruck von Persönlichkeit und Körperschmuck, doch direkt nach dem Stechen sind frische Tätowierungen erst einmal eine Wunde. Denn: Um die Farbe in die Haut zu bringen, müssen die feinen, mit Farbe benetzten Nadeln bis zu 10.000-mal pro Minute bis in die zweite Hautschicht, die Dermis, vordringen. Diese Tiefe ist notwendig, damit die Farbpigmente dauerhaft in der Haut verbleiben. Würden sie nur in der Epidermis abgelagert, würde das Tattoo schnell wieder verblassen, da sich diese Hautschicht etwa alle drei bis vier Wochen erneuert.

Durch das Eindringen der Nadeln in die Dermis entsteht eine oberflächliche Verletzung, die einer Schürfwunde ähnelt. Sie gewissenhaft nachzubehandeln, beschleunigt nicht nur den Heilungsprozess, sondern trägt dazu bei, dass selbst feine Linien lange klar erhalten bleiben.

Für die erste Reinigung der frischen Stichstelle ist lauwarmes Wasser ausreichend. Wurde bereits eine Creme aufgetragen, wird diese vorsichtig abgespült. Anschließend kann die Haut mit einem fusselfreien Handtuch oder einem Stück Küchenrolle getrocknet werden. Dabei sollte auf stärkeres Tupfen oder gar Rubbeln verzichtet werden. Für die nächsten Reinigungen kann eine pH-neutrale Seife empfohlen werden. Auf parfümierte oder reizende Zusätze sollte bei frischen Tattoos länger verzichtet werden.
 

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